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Segenswünsche - immer ein Segen?

Umfrage
Frage:
Wie gehst du persönlich mit Segenswünschen um?
Ich bin Christ, aber den Segen eines Nicht-Christen nehme ich dennoch dankbar an.
 
1 von 2 Antworten (50%)
Ich bin Christ und empfinde es störend, wenn ein Nicht-Christ mir einen Segensgruß wünscht.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin Christ, daher lehne ich den Segen eines Nicht-Christen freundlich aber entschieden ab.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin Christ, daher interessiert mich der Segenswunsch eines Nicht-Christen nicht sonderlich. Ich lehne ihn nicht ab, aber ich nehme ihn auch nicht wirklich an.
 
1 von 2 Antworten (50%)
Ich bin Nicht-Christ, aber den Segen eines Christen nehme ich dennoch dankbar an.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin Nicht-Christ und empfinde es störend, wenn ein Christ mir einen Segensgruß wünscht.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin Nicht-Christ, daher lehne ich den Segen eines Christen freundlich aber entschieden ab.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin Nicht-Christ, daher interessiert mich der Segenswunsch eines Christen nicht sonderlich. Ich lehne ihn nicht ab, aber ich nehme ihn auch nicht wirklich an.
 
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Autor Nachricht
Verfasst am: 19.04. [16:34]
Kasper
Foren-Junior
Themenersteller
Dabei seit: 23.09.2009
Beiträge: 101
Hallo alle zusammen.

Ich hatte die Tage eine interessante Unterhaltung mit einem guten Bekannten, bei dem auch ein Thema zur Sprache gekommen ist, dass mich doch über das Wochenende das ein oder andere mal zum Nachdenken anregte. Und dann lese ich hier noch dazu in einem anderen Thema darüber, also dachte ich, ich schreibe mal.

Und zwar ging es um Wünsche, speziell um Segenswünsche. Hintergrund war, dass er einem uns lieben Freund zum Geburtstag eine Karte schrieb, mit dem sinngemäßen Gruß „Alles Gute und Segen dir auch im neuen Jahr“. Nun muss man dazu sagen, dass der Schreiber dem islamischen Glauben angehört, das Geburtstagskind jedoch wiedergeborener Christ ist. Und da aus der Sicht des Geburtstagskindes alle sonstige Religionen ihren Quell im Blendwerk des Satans haben, war er sich insofern nicht sicher, ob ein solcher Gruß angemessen wäre oder nicht. Denn da Segen ja im eigentlichen gewissermaßen einen Bezug zur göttlichen Gnade bzw. die Zuwendung und Aufmerksamkeit der angerufenen Macht meint, könnte ein bekennender Christ (so sein Gedanke) ansonsten seinen Segenswunsch eher mit Ablehnung empfinden.
Auf meine Meinung hin angesprochen, konnte ich nur ehrlich zugeben, dass ich mir einer Antwort selbst nicht sicher wäre, ich aber aus ähnlichen Gründen bisher meist auf einen entsprechenden Gruß verzichtet habe. Und doch scheint mir diese Frage eine spannende, bei dem mich eure Meinung interessieren würde.

Wenn nun nur Christus der Weg zur Wahrheit ist, und somit alle anderen Religionen als Produkt des Lügenpropheten Satan verstanden werden, begegnet ihr dann dem Segenswunsch eines solchen Menschen mit Dankbarkeit, mit Ablehnung oder Desinteresse? Wie geht ihr umgekehrt damit um? Wünscht ihr z.B. einem bekannten Moslem dennoch ein gesegnetes Wochenende?

Ich bin sehr gespannt.

Liebe Grüße
Kasper


P.S.: Da nicht jeder direkt viel Text dazu schreiben will, aber auch solche Meinungen nicht untergehen sollten, habe ich mich direkt an einer Umfrage versucht. Vielen Dank allen die daran teilnehmen.


Bitte beim Lesen und Verstehen zu beachten, dass dieser Beitrag nicht aus der Feder eines Christen stammt und daher keinen Anspruch erhebt eine christliche Sicht darzustellen.

Profil
Verfasst am: 19.04. [17:11]
Sturmerprobte
Foren-Junior
Dabei seit: 31.05.2009
Beiträge: 284
Lieber Kasper!

Wenn ich das richtig verstanden habe, so sind der Kartenschreiber und das Geburtstagskind "liebe Freunde" - somit kann man mit ziehmlicher Sicherheit davon ausgehen, dass der Kartenschreiber den Segenswunsch wirklich von Herzen gut meinte.

In solch einem Fall hätte ich mich als Geburtstagskind herzlich für den lieben Wunsch bedankt - denn Gott sieht in die Herzen des Menschen.

Nachdenklich machte mich an Deiner Erzählung nur: die beiden sind "liebe Freunde" und dennoch denkt der eine über den anderen, er sei "von Satan geblendet, weil er einer anderen Religion angehört"?! smiley_emoticons_confused.gif

LG
Sturmerprobte


Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.
Profil
Verfasst am: 19.04. [17:22]
rasselbande*
Foren-Junior
Dabei seit: 01.07.2008
Beiträge: 538
Da frage ich mich doch nun glatt, was machen dann die Schwaben und die Bayern.
Die fordern doch ständig zum Gebet auf, wenn sie sich begegnen. Grüss Gott!

Irgendwie verstehe ich vermutlich gerade nicht den Sinn.

Segen ist für mich mehr als Wortglauberei.
Zum Segnen gehört nicht nur der Mund, sondern auch das Herz, das demütig, im Gebet vor Gottes Thronsteht. Die Hand, die sich salbend auf das Haupt legt. Die Gebärde der Christen, wenn sie das Kreuz in die Luft oder die Stirn zeichnen.
So war der christliche Segen einmal gedacht. Segen bedeutet ja irgendwie verdeutscht die Zeichnung des Kreuzes.

Aber vielleicht wird hier gerade nicht vom christlichen Segen, sondern vom biblischen geschrieben.
Dann sieht es ganz anders aus.
Da lobt man Gott beispielsweise. Beim Segnen der Speise wird Gott gedankt.
Und wenn man einen Menschen segnet, da gibt es sogar ein von Gott eingeführter Segensspruch.

Reden wir jetzt vom biblischen oder vom religiösen Segen?
Und dann bitte, von welcher christlichen Religion/Konfession.
Segen Dir. Diesen Gruss kenne ich.
Aber mit dem kann ich nichts anfangen.
Das ist irgendwie das charesmatische Grüss Gott für mich.

Bei uns sind die Segensprüche irgendwie deutlich länger und ergeben auch einen nachvollziehbaren Sinn. So alles Gute und Gottes Segen, das kenne ich gar nicht.
Was soll Gott denn da segnen?

Das ist für mich, wie wenn ein Christ sich vor Gott stellt und sagt: GIB IHM

Nun muss Gott erst einmal fragen: Mein Sohn / meine Tochter, was soll ich ihm denn geben?

Irgendwie komisch der Thread.

Vorallem, wieviele Segensthreads hier eigentlich noch?


Rasselbande


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.04.2010 um 17:24.]

Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du verstehst!
Profil
Verfasst am: 19.04. [21:07]
Kasper
Foren-Junior
Themenersteller
Dabei seit: 23.09.2009
Beiträge: 101
Okok, Sturmerprobte, dann will ich mal ein wenig das ganze entwirren. Also es ist richtig, dass die beiden Personen (der Schreiber und der Empfänger) sich kannten, ja. Tatsächlich interessiert mich aber die Frage auch außerhalb dieses speziellen Falls, bzw. auf eure eigene Person bezogen. Und dass der Empfänger vom Glauben des anderen eher als ein Blendwerk spricht... nun, ich möchte das gar nicht werten, aber es kommt doch oft vor, dass Christen Ansichten wider die biblischen Gebote eher skeptisch gegenüber stehen und das Verhalten als solches ablehnen, ohne den Menschen hinter dem Verhalten abzulehnen. Insofern scheint mir dies nicht so viel ungewöhnlicher.



Was ich mit Segenswünschen meine, ist z.B. Formulierungen die man auch hier häufig findet. „Ich werde im Gebet unseren Vater darum bitten euch zu segnen.“ Oder auch „ich wünsche dir viel Kraft und Gottes Segen in dieser Not“. Ich gehe davon aus, dass diese Wünsche von den Usern hier ehrlich sind und von Herzen kommen, auch wenn es sicherlich kein Segen in der ursprünglichen Form mit Handauflegen und Kreuzzeichen ist. Und da Segenswünsche umgangssprachlich nicht mehr ausdrücklich auf das Christentum beschränkt ist, sondern der Begriff Segen auch von Deutschen mit abweichendem Glauben verwendet wird, aber den Empfänger der Fürsorge Gottes (bzw. neutral formuliert der angenommenen höheren Macht) empfiehl, stellt sich mir eben die Frage, ob ein Christ z.B. den ehrlich und von Herzen kommenden Segenswunsch eines Neo-Schamanen freudig annehmen kann, oder ob sich jemand eher einer okkulten (satanischen) Macht anempfohlen fühlt und das von sich weisen würde (oder es ihm schlichtweg egal wäre).

Sofern du diese Segenswünsche natürlich nur als Floskel siehst, verstehe ich deine Ablehnung völlig, Rasselbande. Vielen Dank dir für deine Rückfrage jedenfalls.


Bitte beim Lesen und Verstehen zu beachten, dass dieser Beitrag nicht aus der Feder eines Christen stammt und daher keinen Anspruch erhebt eine christliche Sicht darzustellen.

Profil
Verfasst am: 19.04. [22:08]
gelica
Foren-Junior
Dabei seit: 12.07.2009
Beiträge: 1259
Ja, eine interessante Frage...

Ich hab darüber nachgedacht:
Wenn ich jemanden segne, dann geht es mir ja um den Menschen, daß ich ihm Gutes wünsche, und nicht darum, welchem Glauben er angehört.

Und umgedreht:
Wenn mir jemand Segen wünscht, dann freu ich mich, weil ich davon ausgeh, daß dieser Mensch gute Wünsche für mich hat...
Da spielt seine Glaubensüberzeugung doch nicht wirklich eine Rolle, oder?

Zu der Aussage: "Der Glaube des anderen ein Blendwerk des Satans..."
fällt mir eine kleine Begebenheit ein, die ich vor einigen Jahren erlebt hab:


Ich fuhr zu der Zeit öfters am Sonntag in eine andere Stadt zum Gottesdienst und nahm auch einige Asylanten aus Armenien, die auch Christen waren, mit.

An jenem Sonntag fuhr noch ein muslimischer Mann mit uns, er wollte jemanden besuchen.
Er saß hinter mir, und plötzlich fragte er: Angela, was denkst du über Mohammed?

Gute Frage...was sollte ich nur antworten?

Ich hab kurz gebetet, und dann fiel mir eine Antwort ein:

Mohammed war jemand, der Gott gesucht hat und der der Begründer des Islam war.

Du glaubst das, was Mohammed gesagt hat - das steht im Koran.

Ich glaube das, was Jesus gesagt hat - das steht in der Bibel.

Die Reaktion dieses Mannes war für mich überraschend - er war richtiggehend erleichtert.

Als ich ihn fragte, warum er so erleichtert war, sagte er zu mir:
"Du, ich hab schon oft mit Christen gesprochen, und da gab es einge, die gesagt haben, mein Gott sei der Teufel.
Ich bin froh, daß du so geantwortet hast."

lg, gelica






[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.04.2010 um 22:09.]

gelica
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